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SELTENER FUND IN ENGLAND

Immer wieder gibt es auch bei ebay interessante Angebote auf dem Daguerreotypie-Sektor, wie diese Gruppe von drei Aufnahmen aus dem Umfeld der Familie des amerikanischen Autors und Dramatikers Nathaniel Deering (1791-1881), die man in England entdeckt hatte. Alle drei Objekte wurden glücklicherweise in einem Lot gemeinsam versteigert und dadurch nicht auseinander gerissen.


Der in Portland (Maine) wirkende Deering war seit 1824 mit Anna Margaret Holwell (1805-1887) verheiratet.

Eine 1/6-Platte im Querformat, entstanden in der zweiten Hälfte der 1850er Jahre (nach 1856), zeigt die Ehefrau Deerings im Kreise von vier Töchtern und ihrer eigenen Schwester. Die Töchter sind Harriet (1827-1909), Margaret (1828-1905), Georgiana (1830-1881) und Marion (1835-1924).
In ihren Händen hält Mrs. Holwell-Deering eine geöffnete Bildnisdaguerreotypie, die man allerdings nicht näher verifizieren kann. Es scheint aber plausibel, dass es sich hier um ein Bildnis ihrer 1856 verstorbenen fünften Tochter Isabelle (geb. 1833) handeln dürfte.












































Eine zweite Aufnahme mit Etui stellt eine besondere Rarität dar, denn es handelt sich um die galvanoplastische Reproduktion einer Daguerreotypie. Solche kupfernen Duplikate sind extrem selten, weltweit sind nur wenige Stücke bekannt. Einer Inschrift nach handelt es sich bei den Dargestellten um Mitglieder der Holwell-Familie, also der elterlichen Familie von Anna Deering.












Eine dritte Daguerreotypie hat ein verschollenes Gemälde zum Inhalt, das einen berühmten Vorfahren von Anna Margaret zeigt, nämlich John Zephaniah Holwell (1711-1798), der im Auftrag der Ostindischen Compagnie handelte und 1760 Gouverneur von Bengalen in Indien wurde. Dessen Ururenkel W. A. Holwell soll Verfertigerer der Daguerreotypie sein, wenn man einer beigefügten Notiz Glauben schenken darf.

"Holwell was a survivor of the Black Hole of Calcutta, June 1756, the incident in which British subjects and others were crammed into a small poorly-ventilated chamber overnight, with many deaths. Howell's account of this incident (1758) obtained wide circulation in England and some claim this gained support for the East India Company's conquest of India. His account of the incident was not publicly questioned during his lifetime nor for more than a century after his death. However, in recent years, his version of the event has been called into question by many historians.

Born in Dublin, he grew up in London, and studied medicine at Guy's Hospital. He gained employment as a surgeon in the English East India Company and was sent to India in 1732. He served in this capacity until 1749. In 1751, he was appointed as zemindar of the Twentyfour Parganas District of Bengal. He then served as a member of the Council of Fort William (Calcutta) and defended the settlement against Siraj Ud Daulah in 1756. He later succeeded Robert Clive as temporary Governor of Bengal in 1760, but was dismissed from the Council in 1761 for remonstrating against the appointment of Henry Vansittart as Governor of Bengal. He was elected Fellow of the Royal Society in 1767." (Quelle: Wikipedia)

 


   
   
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