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DAGUERREOTYPIESAMMLUNG
des Kupferstichkabinettes Dresden /
Staatliche Kunstsammlungen Dresden


1899 begann der Direktor des Königlichen Kupferstichkabinettes zu Dresden, Prof. Max Lehrs, mit dem Zusammentragen eines umfangreichen Bestandes von Daguerreotypien. Er gehört damit zu den Vorreitern auf diesem Gebiet. Als er 1924 aus dem Amt schied, hatte er eine außerordentlich qualitätsvolle Sammlung zusammengebracht. Er beschränkte sich nicht auf Dresden oder Sachsen, sondern versuchte exzellente Stücke aus ganz Deutschland zu erwerben. Heute umfaßt die Sammlung 145 Daguerreotypien namhafter deutscher Daguerreotypisten (unter ihnen Carl Ferdinand Stelzner, Hermann Biow, Julius Böhm, Friedrich Hahn und Constantin Schwendler), aber auch unbekannter Lichtkünstler. Hervorzuheben ist ein Konvolut herausragender Porträts des Berliner Daguerreotypisten Philipp Graff sowie exzellente Stücke aus dem Atelier von Eduard und Bertha Wehnert in Leipzig. Betreut wird die Sammlung durch Herrn Dr. Michael Hering.
Ein Bestandskatalog der Fotosammlung ist erschienen (darin auch die Daguerreotypien), herausgegeben von Frau Dr. Agnes Matthias: "Kunst Fotografie. Katalog der Fotografien von 1839 bis 1945 aus der Sammlung des Dresdner Kupferstichkabinetts", Deutscher Kunstverlag 2010.

Die Sammlung ist nicht öffentlich ausgestellt, jedoch für Studienzwecke nach Voranmeldung im Studiensaal zugänglich. Anfragen und Informationen bitte direkt an das Kupferstichkabinett, dort können auch die Öffnungszeiten des Studiensaales erfragt werden.

Das Kupferstichkabinett befindet sich im Dresdner Residenzschloss.

   


oben: Porträt der kleinen Fanny von Beust, kolorierte Daguerreotypie von Eduard Wehnert, Leipzig um 1843.

mittig: Bildnis einer vornehmen Dame mit Schirm, Daguerreotypie von Joseph Weninger, St. Petersburg um 1850.

links: Eine Gruppe von vier Handelsschülern (?), Daguerreotypie von Eduard und Bertha Wehnert, Leipzig ca 1845-47.

   
   
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