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DAGUERREOTYPIEKOLLEKTION
der Städtischen Sammlungen für Geschichte und Kultur Görlitz

Durch Übernahme zahlreicher Objekte aus der Kollektion des Görlitzer Photographen Alfred Jäschke und aus dem Nachlaß des Görlitzer Photographen Robert Scholz verfügen die Görlitzer Sammlungen über einen beachtlichen Bestand von über 40 Daguerreotypien.
Alfred Jäschke hatte schon in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts eine große Sammlung zusammengetragen und handelte mit Daguerreotypien europaweit und bis nach Amerika. In Zeiten der Weltwirtschaftskrise mußte er viele Stücke seiner eigenen Kollektion verkaufen. In den sechziger Jahren erwarb das Görlitzer Museum eine größere Zahl, aber auch die Technischen Sammlungen in Dresden übernahmen einen Teilbestand. Jäschke war verstorben und seine Sammlung wurde zersplittert.
Bei den Scholzschen Daguerreotypien handelt es sich um Stücke aus dem Atelier bzw. dem Umkreis des Porzellanmalers und Daguerreotypisten Eduard Scholz aus Bunzlau in Schlesien.
Dessen Sohn, der Landschaftsphotograph Robert Scholz, begründete 1867 in Görlitz eine Anstalt für Photographie.
Diejenigen Görlitzer Daguerreotypien, die sich in einem konservatorisch kritischen Zustand befanden, wurden 2007 mit Unterstützung der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen von May und Jochen Voigt (Chemnitz) restauriert. Innerhalb eines ebenfalls von der Landesstelle geförderten Projektes inventarisierte und ordnete Wolfgang Hesse (Dresden) 2008 den Fotobestand des Museums, darunter auch die Daguerreotypien.
Die Sammlung ist nach vorheriger Anmeldung für Forschungszwecke zugänglich.

   









oben: Der Berliner Photopionier Philipp Graff, Aufnahme eines unbekannten Daguerreotypisten, vor 1854.

mittig: Bildnis der Frau Sophie Beate Scholz, verh. Morgenroth, vor gemaltem Hintergrund, Aufnahme eines unbekannten Daguerreotypisten, Bunzlau um 1845-50.

links: Unbekannter Herr, Aufnahme eines unbekannten Daguerreotypisten, um 1845-50.

   
   
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