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STERLING McINTYRE IN NEW YORK

Sterling McIntyre

Porträt einer Schulklasse
New York, ca. 1850/51
LAMPTIQUES
Antiques & Collectibles Richard Latham
USA

Eine geradezu atemberaubende Daguerreotypie hatte der amerikanische Spezialist für historische Gaslampen und Daguerreotypien Richard Latham im Angebot, allerdings nur kurze Zeit – dann hatte das Stück einen neuen Eigentümer gefunden. Die Daguerreotypie im Format der halben Platte zeigt zehn Schüler einer Klasse, drei Jungen und sieben Mädchen. Einen besonderen Reiz in die ohnehin wunderbar arrangierte Szenerie bringt der rechts stehende Junge mit einer quastengeschmückten Kopfbedeckung.
Der Daguerreotypist Sterling C. McIntyre war eigentlich Dentist, als er sein Interesse an der Daguerreotypie entdeckte. Schon in der ersten Hälfte der 1840er Jahre begann er als Lichtbildner zu arbeiten, eröffnete allerdings erst 1849 eine Daguerreian Gallery in New York. Hier ist er 1850-51 auf dem Broadway Nr. 663 verzeichnet, also einem Broadway-Abschnitt, der in jener Zeit etwas abseits vom "Epizentrum" der Dagauerreotypie lag, das sich auf die Hausnummern zwischen 100 und 400 konzentrierte. An der ersten Weltausstellung in London nahm McIntyre mit einem Aufsehen erregenden Panorama von San Francisco teil, das aus mehreren großformatigen Daguerreotypien zusammengesetzt war. Er trat außerdem mit einigen Daguerreotypien aus dem kalifornischen Goldgebiet hervor, bis er später wieder zu seinem ursprünglichen Beruf zurückfand.
Die spektakuläre Aufnahme entstand also während des kurzen Intermezzos in New York City und kann deshalb recht genau datiert werden.




   





   
   
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