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EIN MEISTERSTÜCK VON KILBURN

William Edward Kilburn (tätig 1846-1864)

Porträt zweier Schwestern
Daguerreotypie, reich koloriert, 1/4-Platte in
lederbezogener Holzschatulle mit frontseitiger
Goldprägung: BY APPOINTMENT.
MR. KILBURN. 234 REGENT STREET
Dazwischen die Wappen des britischen Königshauses.
Innen links mit roter Samtausfütterung.
Passepartout aus Metall
London, um 1852-56
Sammlung May und Jochen Voigt


William Edward Kilburn gehörte neben Antoine Francois Jean Claudet und Richard Beard zu den bedeutendsten Daguerreotypisten Londons. 1846 hatte er sein erstes Atelier auf der Regent Street eröffnet, wo er bis 1864 auch bleiben, jedoch seinen Standort mehrmals verändern sollte. Als eine Spezialität des Kilburnschen Ateliers darf man das naturalistische Kolorieren der Hintergründe verstehen, obgleich sich auch noch einige andere englische Daguerreotypisten, allen voran Beard, mit großem Erfolg darin versuchten. Man nimmt an, daß M. Mansion, ein damals bekannter Miniaturmaler, für die subtil mit Staubfarben ausgeführten Wolken auf den Kilburnschen Aufnahmen verantwortlich zeichnete.
Diese Daguerreotypie zeigt zwei Schwestern in ungezwungen wirkender Haltung, die vor einem mit Laubwerk beranktem Postament stehen. Alle Schmuckstücke der jungen Damen sind mit Muschelgold hervorgehoben, die Gesichter zart koloriert.

   





   
   
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