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HIER STELLEN WIR MONATLICH
EINE BESONDERE DAGUERREOTYPIE VOR

James Earle McGlees (1821–1887)

Porträt eines Mädchens mit Zöpfen
1/6-Platte unter Metallpassepartout
Lederbezogenes geprägtes Etui
Deckel innen mit rotem Samt ausgefüttert
Philadelphia, nach 1856
Literatur: Spiegelbilder, Chemnitz 2007, S. 50.
Sammlung May und Jochen Voigt

Weniger häufig sind Daguerresche Porträts überliefert, die sich büstenartig vor allem auf das Gesicht des photographierten Kindes konzentrieren. Solche Nahaufnahmen lassen tiefe Auseinandersetzungen erkennen, die zu Meisterleistungen führen mussten. McGlees, der zunächst mit seinem Künstlerkollegen Washington Lafayett Germon zusammen gearbeitet und sich 1856 selbständig gemacht hatte, gehört zu den großen amerikanischen Porträtisten in der Pionierzeit der Photographie. Auf dieses Kinderbildnis trifft mit Sicherheit zu, was Klaus Honeff einmal so treffend formuliert hat: „In den überzeugendsten Beispielen der Bildnisphotographie des 19. Jahrhunderts erschien mit einem Wort: das Individuum par excellence.“ (1)
Im Passepartout der Daguerreotypie ist unten links und rechts die Bezeichnung des Ateliers eingestempelt: „McGLEES PHIL (adelphia)“.

(1) Klaus Honnef (Hg.): Lichtbildnisse. Das Porträt in der Fotografie, Köln 1982, S. 12.

   





   
   
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