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HIER STELLEN WIR MONATLICH
EINE BESONDERE DAGUERREOTYPIE VOR

Unbekannter Daguerreotypist

Porträt eines lesenden Mannes
1/4-Platte unter Metallpassepartout
Lederbezogenes geprägtes Etui
Deckel mit roter Seide ausgefüttert
USA, um 1850
Literatur: Spielgelbilder. Europäische und amerikanische Porträtdaguerreotypie 1840-1860, Chemnitz 2007, S. 120
Sammlung May und Jochen Voigt

„Eine vollendet gute, der zu portraitirenden Person entsprechende Photographie anzufertigen, ist nur dann mit vollkommener Sicherheit möglich, wenn man alle Eigenthümlichkeiten der abzubildenden Person kennt; – hierzu gehört namentlich die geistige Thätigkeit derselben, durch welche die ihnen eigenthümlichen Bewegungen charakterisirt werden.“ (1) Diese von C. R. Wigand Jr. im Photographischen Journal postulierte Erkenntnis vertraten alle namhaften Daguerreotypisten und Papierphotographen auf dem Porträtsektor und das sicher zu Recht. Das hier vorgestellten Porträts ist ein gutes Beispiel für eine meisterliche Lichtführung und die strenge Konzentration auf das Wesen des Porträtierten. In diesem Beispiel wird die Figur in ihrer Gesamthaltung erfasst. Dabei entspricht das Motiv des Lesenden einem verbreiteten Topos aus der Porträtmalerei.

(1) Ueber den Kunstwerh eines photographischen Portraits, in: Photographisches Journal, V. Band, Juni 1856, S. 88.

   





   
   
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