ZUM MONATS-ARCHIV

HIER STELLEN WIR MONATLICH
EINE BESONDERE DAGUERREOTYPIE VOR

Unbekannter Daguerreotypist

Selbstporträt mit amerikanischer Kamera
Daguerreotypie, 1/6-Platte
Passepartout aus Metall
USA, ca. 1850
Sammlung W. und T. Bosshard, Schweiz

Selbstporträts von Daguerreotypisten zählen zu den gesuchtesten Bildmotiven früher Photographie, so auch dieses Beispiel aus der Sammlung Bosshard, die ab dem 1. Dezember 2006 mit ihren schönsten Beispielen in der Photostiftung Schweiz in Winterthur zu sehen sein wird.
Mit dem Aufkommen der Photographie wurde eine Revolution in der Bildwelt eingeleitet, die nun auch mittleren Schichten der Bevölkerung einbezog. Insbesondere in den USA bildete sich das Genre des "Berufsbildes" heraus, bei dem der Abgelichtete mit typischen Attributen seines Berufsstandes aufzutreten pflegte.
Abgesehen von der Seltenheit dieser Aufnahme handelt es sich auch um ein charaktervolles Porträt, das durch die "Zitterbewegung" der Hand, die den Objektivdeckel hält, zusätzliche Ausstrahlung erhält.
   
oben: Das Gesicht des unbekannten Photopioniers mit symphatisch zerzaustem Haar und "Lincolnbart".

darunter: Die erstaunliche Schärfe der meisten Daguerreotypien erlaubt ein Vergrößern - die Kamera wird mit all ihren Einzelteilen sehr deutlich sichtbar.










links: Der Daguerreotypist sitzt vor einem aufgespannten Tuch, auf dem sich die Knitter vom Zusammenfalten abzeichnen. Vor allem Wanderdaguerreotypisten benutzten Tücher, die leicht zu verstauen waren und wenig Gewicht aufwiesen.

   
   
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