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HIER STELLEN WIR MONATLICH
EINE BESONDERE DAGUERREOTYPIE VOR

Unbekannter Daguerreotypist

Porträt einer Dame
1/6-Platte im originalen Etui
USA, um 1843
Sammlung May und Jochen Voigt
Publiziert in: Spiegelbilder. Europäische und amerikanische Porträtdaguerreotypie. Chemnitz 2007, S. 21.

Brillanz, Schärfe und Tonwertumfang amerikanischer Daguerreotypien sind in vielen Fällen ihren europäischen Entsprechungen weit überlegen. Zahlreiche in Amerika getätigte Verbesserungen des Daguerreschen Verfahrens haben den ausgezeichneten Ruf begründet, den diese frühen Aufnahmen besitzen. Auch die hier vorgestellte Platte zeichnet sich durch eine hervorragende technische Qualität aus, die zudem mit einem eindrucksvollen Porträt verknüpft ist. Die aus der kalifornischen Sammlung R. und K. Schwemley stammende Daguerreotypie liegt unter einem Metallpassepartout mit so genanntem "Bienenwabenmuster", wie es in der ersten Hälfte der 1840er Jahre in Amerika verwendet wurde. Im Inneren der kleinen Sechsecke ist jeweils ein Stern platziert. Schon frühzeitig begann man in den USA Passepartouts aus Messingblech einzusetzen, parallel dazu gab es aber auch solche aus Papier mit "Metalldekor". Die älteste (datierte) Daguerreotypie mit Bienenwabenmuster, die uns bekannt ist, befindet sich in der Sammlung der Chester County Historical Society in West Chester (Pennsylvania), sie stammt aus dem Jahr 1841. (Siehe The Daguerreian Annual, Pittsburgh 2000, S. 66)
Das frühe Etui unserer Daguerreotypie besitzt ein seltenes grünes Kissen, in dessen Stoff feine Muster eingewebt sind.

   

Ganz oben: Detail der Daguerreotypie.
Der Schutenhut ist mit einem zarten Spitzenband und großen Blumenblüten geschmückt.

Mitte: Eingeprägtes Bienenwabenmuster auf dem Passepartout.

Links: Das frühe Etui ist mit Leder bezogen und mit einem grünen Kissen ausgestattet.

   
   
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