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HIER STELLEN WIR MONATLICH
EINE BESONDERE DAGUERREOTYPIE VOR

Wilhelm Severin (1809-1888)

Die Pianistin Clara Schumann und ihre Tochter Marie
1/6-Platte unter Metallpassepartout
Düsseldorf um 1851/52
Robert-Schumann-Haus Zwickau

"Die um 1851/52 im Düsseldorfer Atelier von Wilhelm Severin entstandene Aufnahme zeigt die etwa 32-jährige Pianistin Clara Schumann (1819-1896) mit ihrer ältesten Tochter Marie (1841-1929). Marie Schumann war der besondere Liebling des Vaters Robert Schumann, der sich an ihrer Musikbegabung erfreute, und ihm am ähnlichsten von allen Kindern. Nach Schumanns Tod wurde sie zur engsten Vertrauten, Freundin, Gesellschafterin und später musikalischen Assistentin der Mutter. Sie blieb unverheiratet, lebte mit Clara bis zu deren Tode zusammen und begleitete sie auf ihren vielen Konzertreisen. Nach dem Tod der Mutter siedelte sie sich 1898 in Interlaken/Schweiz an, wohin ihr nach dem I. Weltkrieg auch die jüngste Schumann-Tochter Eugenie (1851-1938) folgte. Beide Schwestern waren treue Hüterinnen des elterlichen Nachlasses: ein Großteil der heute im Robert-Schumann-Haus Zwickau aufbewahrten Sammlungen ist ihnen zu verdanken." (Dr. Gerd Nauhaus, Zwickau)

Wilhelm Severin, der Urheber dieses innigen Doppel- Porträts, hatte sich schon früh als Daguerreotypist betätigt. Die ältesten erhaltenen Daguerreotypien seiner Hand stammen aus dem Jahr 1845. Sie zeigen Mitglieder der Fürstenfamilie zu Wied und befinden sich heute in der Photosammlung des fürstlichen Hauses.
   

Ganz oben: Die Pianistin und ihre Tochter Marie. Die innige Berührung von Mutter und Kind vermittelt vieles von deren Verhältnis. Marie wird zeitlebens die Mutter begleiten.

Mitte: Klebeetikett Severins "W.m. Severin Düsseldorf, Steinweg 217."

Links: Detail der Daguerreotypie. Clara Schumann, die Frau des begnadeten Komponisten Robert Schumann, hatte mit ihm vier Töchter und drei Söhne. Sie selbst war die Tochter des in Leipzig agierenden Klavierhändlers und Musikpädagogen Friedrich Wieck, der außerdem ein "Musikalien-Leihinstitut" führte. Er hatte Clara im Klavierspiel ausgebildet und bereits als Kind in die europäischen Musikzentren eingeführt. Auch Robert Schumann nahm bei ihm Unterricht und lernte dabei Tochter Clara kennen, die er 1840 heiratete.

   
   
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