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HIER STELLEN WIR MONATLICH
EINE BESONDERE DAGUERREOTYPIE VOR

Unbekannter Daguerreotypist

Porträt einer Familie
Sachsen (?), 1847
Daguerreotypie, 1/4-Platte
Passepartout aus Papier, kupferfarben bedruckt
Sammlung May und Jochen Voigt

Mit dieser querformatigen Viertelplatte, die "als Weihnachtsgeschenk im Jahre 1847" damals sicherlich viel Freude bei den Empfängern auslöste, wollen wir die Monatsseiten des Jahres 2004 beschließen.
Im kommenden Jahr werden unter den "Daguerreotypien des Monats" auch solche aus anderen Sammlungen vertreten sein, denn wir möchten unsere Seite zunehmend Dritten öffnen und damit den Austausch fördern.
Unsere Dezember-Platte stammt aus einem alten Zwickauer Haushalt und könnte deshalb in Sachsen gemacht worden sein. Allerdings sind die auf der Rückseite vermerkten Personen nicht in den Adressbüchern Zwickaus zu finden. (Freundliche Auskunft des Stadtarchives Zwickau)
Ihren besonderen Reiz erhält die Daguerreotypie durch die ungezwungene Haltung der Dargestellten, die alles andere als steif vor dem Daguerreotypisten posieren.
Die Kinder, Maria (4 Jahre und 1 Monat alt) und Ernst (2 Jahre und 7 Monate alt), sind zauberhaft zwischen ihren Eltern Alexander und Emilie plaziert.
Modegeschichtlich ist das wilde Schlingenmuster auf dem Kleid der Mutter besonders interessant.
Auffällig und selten mutet auch der Zierrahmen des Passepartouts an, der mit Kupferfarbe aufgedruckt wurde.

   




Ganz oben: Ehepaar Wichmann und die beiden Kinder

Mitte: Mutter Wichmann und Tochter Maria mit konträren Stoffmustern

Links: Die zeitgenössische Inschrift weist die Daguerreotypie als Weihnachtsgeschenk aus.

   
   
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