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HIER STELLEN WIR MONATLICH
EINE BESONDERE DAGUERREOTYPIE VOR

Unbekannter Daguerreotypist

Porträt einer älteren Dame
USA, ca. 1841
Daguerreotypie, 1/6-Platte
Passepartout aus goldfarbener Pappe
Lederbezogene Holzschatulle. Deckel nach oben zu öffnen, Ausfütterung mit schwarzem Samt.
Sammlung May und Jochen Voigt

Schon kurz nach Bekanntgabe der fulminanten Erfindung Daguerres gelangten Informationen über Details der Technik nach Nordamerika. Mit größter Begeisterung wurde dieses Verfahren dort aufgenommen. Amerika wurde das wichtigste Land der Daguerreotypie. Frühe Belege sind natürlich ebenso selten wie in Europa. Deshab freuen wir uns, hier eine sehr frühe Daguerreotypie aus Nordamerika vorstellen zu können. Dem Erscheinungsbild nach dürfte sie 1841, spätestens 1842 entstanden sein. Das Passepartout besteht aus dünner Pappe, die man mit einer Goldpapierfolie überzogen hat. Die frühen amerikanischen Etuis sehen den englischen sehr ähnlich. Einen Preserver gibt es natürlich noch nicht in dieser Zeit.
Die photographierte Dame entbehrt etwas der Schärfe und des Kontrastes, was indessen völlig normal und eher als ein Zeichen der Echtheit anzusehen ist. Deutlicher als bei späteren Stücken sieht man die quer zur Bildachse verlaufenden Polierspuren, die der unbekannte Daguerreotypist hinterlassen hat.
   





Oben: Die Daguerreotypie im geöffneten Etui wurde von uns so photographiert, dass man die Putzstreifen quer zur Bildachse sehen kann.

Links: Das originale Etui von außen gesehen. Blick auf den Deckel.

   
   
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