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HIER STELLEN WIR MONATLICH
EINE BESONDERE DAGUERREOTYPIE VOR


Eduard Lösche (1828-1904)

Porträt zweier adliger Mädchen
Daguerreotypie, 1/8-Platte, leicht koloriert
Passepartout aus Papier, farbig bedruckt
Rudolstadt (Thüringen), um 1852
orignal versiegelt
Sammlung May und Jochen Voigt

Als erster Photograph der fürstlich-schwarzburgischen Residenz Rudolstadt begann Eduard Lösche Ende der vierziger Jahre mit seinen Experimenten zur Daguerreotypie. "Der offensichtlich musisch begabte Lösche war Schüler des bekannten Malers und Graphikers Heinrich Cotta (1791-1856) und zunächst in der Volkstedter Porzellanmanufaktur als Porzellanmaler tätig, er findet aber auch als Violinspieler bei Theateraufführungen in Rudolstadt Erwähnung. Die in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts krisengeschüttelte Porzellanindustrie war für ihn nicht existenzsichernd, was sicher mit dazu beigetragen hat, daß sich Eduard Lösche begeistert den Möglichkeiten der neuen Lichtbilder zuwandte." (Zitat aus Lösche/Unbehaun/Henkel: Schönes altes Rudolstadt, Rudolstadt 1994) Er war noch recht jung, als er 1851 ein Atelier eröffnete. Die kleine Stadt bot allerdings keine ausreichend große Klientel, und so sicherte das Fürstenhaus mit seinen Porträtaufträgen ein gewisses Auftragspotential. Einige Daguerreotypien Lösches mit Bildnissen von Mitgliedern der fürstlichen Familie haben sich in den Sammlungen auf Schloß Heidecksburg erhalten. Bei den hier vorgestellten jungen Frauen handelt es sich um Prinzessin Elisabeth von Schwarzburg-Rudolstadt (1833 - 1986), links, und um Elisabeth von Schwarzburg-Sondershausen (1829 - 1893). (freundliche Auskunft von Jens Henkel, Schloss Heidecksburg) Der gemalte Hintergrund kehrt auf einer Daguerreotypie mit dem Bildnis der Fürstin Auguste von Schwarzburg-Rudolstadt (1804-1865) wieder, der Mutter Elisabeths von Schwarzburg-Rudolstadt. Diese Aufnahme wird im Musum auf Schloss Heidecksburg bewahrt.

   






Altersporträt des Rudolstädter Daguerreotypisten und Photographen Eduard Lösche, Aufnahme um 1900.
"Nur eine Handvoll Arbeiten Eduard Lösches aus seiner Gründerzeit sind eindeutig und zweifelsfrei ihm zuzuordnen." (Jens Henkel, Thüringer Landesmuseum Schloß Heidecksburg, Rudolstadt)


   
   
     
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